Familie Gottes und Gespräche im Park

Die ersten Christen erlebten den Alltag miteinander und erkannten sich als Familie Gottes. Das Konzept aus dem Himmelreich hatte mehr zu bieten als Wohngemeinschaften unter Gleichgesinnten. Im Vordergrund stand eine geistliche Verwandtschaft mit segensreichen Ausmassen. Heutzutage ist das Verständnis der Gläubigen für die Gemeinde oberflächlicher und beschränkt sich hauptsächlich auf den Sonntag. Früher teilten die Nachfolger von Jesus ihre Güter und hatten das Königreich des Lichts im Fokus. Es ging darum, einen geheiligten Lebensstil zu pflegen und die globale Mission voranzutreiben. Im Kapitel 2 bei der Apostelgeschichte finden wir einen superstarken Hinweis dazu – siehe Verse 42 bis 47:

«Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam; sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens; sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der HERR aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.»

Ein Grossteil der Christen aus dem 21. Jahrhundert hat sich verabschiedet vom gesunden Modell der damaligen Zeit. Viele Katholiken, Reformierte und Orthodoxe kopieren die Verhaltensmuster einer pervertierten Gesellschaft. Ich vermute, dass ein geringer Prozentsatz den Charakter von Jesus manifestiert. Im Mittelpunkt steht ein religiöser Zirkus, der vom Humanismus und anderen Ideologien geprägt wurde.

Vor 2’000 Jahren bildeten die Gläubigen eine ausserordentliche Einheit, die auch die materielle Versorgung beinhaltete und die kraftvolle Autorität Gottes ausstrahlte. In der Apostelgeschichte finden wir im Kapitel 4 eine weitere Aussage über das unkomplizierte Zusammenleben der Nachfolger von Jesus Christus – siehe Verse 32 bis 37:

«Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam. Und mit grosser Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des HERRN Jesus, und grosse Gnade war auf ihnen allen. Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füssen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war. Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte (das heisst übersetzt: Sohn des Trostes), ein Levit, aus Zypern gebürtig, besass einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füssen.»

Grundsätzlich braucht es eine radikale Umkehr zu Gott und die Lehre der Apostel, damit die Liebe aus dem Himmelreich in unsere Herzen fliessen kann. Die ursprüngliche Kirche bestand nicht aus toten Gebäuden, sondern aus lebendigen Gläubigen, die mit dem Heiligen Geist erfüllt waren – siehe 1. Korinther 3, Vers 16:

«Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?»

Am Montag (27.06.2022) besuchte ich mit einem Glaubensbruder einen Christen in einer Klinik. Es ging ihm nicht gut und wir beteten für ihn. Anschliessend stand er von seinem Bett auf und wir machten einen Spaziergang. Meine Diagnose war, dass er sich mit einer falschen Theologie beschäftigte und durch Lügen vom Feind getäuscht wurde.

Übrigens, es ist ein wichtiger Dienst, sich um geistliche Geschwister zu kümmern, welche verwundet auf dem Schlachtfeld liegen und eine Ermutigung brauchen. Im Brief des Paulus an die Galater finden wir bei Kapitel 6 einen Aufruf zur Unterstützung – siehe Verse 1 bis 2:

«Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst! Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!»

Ein populärer Fehler, den Gläubige machen können, ist die Vernachlässigung der Beziehung mit Gott. Es reicht nicht, Predigten zu hören und fromme Tätigkeiten auszuüben. Vielmehr geht es um die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, die sich beispielsweise im Gehorsam gegenüber den himmlischen Richtlinien zeigt. Der Tag hat 24 Stunden und es ist traurig, dass wir Mühe haben, wenigstens 24 Minuten im Gebet zu verharren. Ich möchte dich motivieren, täglich die Präsenz des HERRN zu suchen und die Bibel zu studieren.

Am Mittwoch (29.06.2022) absolvierten wir einen Einsatz auf der Strasse in Bern. Gemeinsam mit Sandro und Lisa bildete ich ein Team. In den folgenden Abschnitten findest du eine Auswahl der Begegnungen, die wir an diesem Tag in der sehenswerten Hauptstadt der Schweiz hatten.

Gleich zu Beginn trafen wir in der Nähe vom Bahnhof eine Gruppe schwarz gekleideter Jugendlicher, mit denen wir eine anspruchsvolle Diskussion über den Sinn des Lebens führten. Ein Thema war die Homosexualität, welche in der Bibel als eine Sünde bezeichnet wird. Ich erklärte unter anderem, dass ich Schwule und Lesben nicht hasse. Das Gegenteil ist der Fall. Jesus sandte seine Nachfolger in eine gefallene Schöpfung, um die rettende Botschaft vom Kreuz zu verkünden und wertvolle Seelen für Gottes Königreich zu gewinnen.

Als ich einer jungen Frau aus der Gruppe das Evangelium erklärte, wurde ich immer wieder von ihrer aggressiven Freundin unterbrochen. Obwohl ich beleidigt und mit Schlägen gedroht wurde, schenkte mir der Friede Gottes eine herrliche Geduld. In Galater 5 werden die Früchte vom Heiligen Geist und die Werke des korrupten Fleisches aufgelistet – siehe Verse 19 bis 25:

«Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.»

Ich möchte dich ermutigen, keine Kompromisse mit der Wahrheit zu machen. Präsentiere keinen gefälschten Jesus, wenn dein Umfeld dich unter Druck setzen will, sondern stehe zum Heiland in jeder Situation. Viele Christen haben die Tendenz, eine lauwarme Version der Liebe Gottes zu reflektieren, weil sie die Reaktion des Publikums fürchten. In Lukas 12 lesen wir, dass diejenigen Gläubigen im Himmel unbekannt sind, welche sich vor dem Zeitgeist anstatt vor dem König der Könige beugen – siehe Verse 8 bis 9:

«Ich sage euch aber: Jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes; wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.»

Egal, welche Agenten der Teufel gegen dich hetzt, schäme dich niemals, dass du zu Jesus Christus gehörst. Lerne den guten Kampf des Glaubens mit der himmlischen Ausrüstung nach Epheser 6 zu kämpfen und überwinde das Böse mit Gutem. Deine Gegner bestehen nicht aus Fleisch und Blut.

Im Stadtpark redeten wir mit einem Fotografen aus Italien und seiner Frau über die faszinierende Neugeburt. Offenbar hatte der Mann genug vom spirituellen Theater in der Kapelle. Jesus will uns aus Religion und Philosophie herausreissen. In Johannes 3 spricht der Heiland über die Voraussetzung, um das Königreich des Lichts zu sehen – siehe Verse 3 bis 7: 

«Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoss seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden!»

Traditionen und Rituale können uns die neue Identität nicht geben, die von Gott kommt. Der HERR will dich heilen und befreien aus dem Elend deiner Selbstsucht. Halleluja!

Seit der Rebellion im Garten Eden befindet sich die Menschheit unter dem Einfluss der Schlange. Adam und Eva wollten entscheiden, was Gut und was Böse ist. Das Ergebnis ist eine Katastrophe der Superlative, die sich bis dato überall auswirkt.

Wir ermorden Ungeborene, schlagen Frauen, verachten die Eltern, brechen die Ehe, besuchen Prostituierte, rauchen Marihuana, missbrauchen Kinder, konsumieren Pornografie, praktizieren Zauberei, belügen das Finanzamt, hassen Ausländer, glorifizieren Idole, manipulieren Geschlechter, betrügen Kunden, lästern über die Nachbarn, beneiden Kollegen, sind stolz und geldgierig. Die Liste scheint endlos.

Jesus Christus bezahlte am Kreuz deine Schulden mit seinem kostbaren Blut und besiegte am dritten Tag den Tod. Nun hast du die Möglichkeit, dich mit dem himmlischen Vater zu versöhnen und ein Kind Gottes zu werden. Im zweiten Kapitel aus der Apostelgeschichte finden wir im Vers 38 unsere angemessene Reaktion auf die erstaunliche Gnade von Golgota:

«Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Busse, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.»

Vertraue dem Rettungsplan des Messias. Stoppe deinen Egotrip auf der Autobahn in die Hölle und kehre um zu Gott. Beerdige im Wasser der Taufe deine toxische Vergangenheit und erlebe die übernatürliche Transformation, welche die Bibel ausführlich beschreibt. Im Neuen Testament findest du zahlreiche Passagen.

Ausgestattet mit dem Heiligen Geist wird für dich die Freundschaft mit Gott der Massstab aller Dinge. Lobe den HERRN und mache die Agenda des Himmelreichs zu deiner Priorität. Entdecke den Heiligen Geist als unerschöpfliche Quelle der Kraft und folge Jesus auf dem schmalen Weg, der zum ewigen Leben führt. Werde Salz und Licht in einer geschmacklosen und finsteren Welt.

Wer die Vergebung aus dem Himmelreich ablehnt, wird beim finalen Gericht verurteilt und muss die Konsequenzen für seinen verfluchten Lebensstil tragen. Die endgültige Strafe im See aus Feuer erwartet diejenigen, welche sich auf ihre Selbstgerechtigkeit verlassen und bis zum bitteren Ende die Sünde kultivieren.

Besser ist es, einen Bund mit Gott zu schliessen und das Banner der unerschütterlichen Hoffnung des Messias zu schwingen. Während der Konversation mit dem italienischen Ehepaar, redete Sandro mit dem Bundespräsidenten. Ignazio Cassis spazierte durch den Park und wurde von unserem Glaubensbruder auf den Sinn des Lebens angesprochen.

Auf dem Weg zum Bundeshaus kamen wir mit einer Handvoll junger Leute in Kontakt, die ihre waghalsigen Aktionen auf dem Rollbrett mit der Kamera filmten. Für einen von ihnen durfte ich beten. Er hatte seinen Unterarm mit einem Verband eingehüllt. Als ich ihm die Hand auflegte, spürte er eine kleine Veränderung des Leids.

Jedenfalls erklärte Sandro einem anderen Skater das Evangelium und erzählte einen Teil seiner Geschichte mit Gott. Lisa und ich gingen einige Schritte weiter. Bei der Terrasse hinter dem Bundeshaus hatten wir ein konstruktives Gespräch mit drei jungen Leuten, die an einem Tisch sassen. Erfreulicherweise stellten sie Fragen und wollten mehr wissen über geistliche Themen wie die Taufe.

Auf dem Rückweg redeten wir bei den Holzbänken neben einer Kirche mit mehreren Personen über Jesus. Es stellte sich heraus, dass eine junge Frau bereits eine Entscheidung für den Heiland getroffen hatte, aber in einer schwierigen Partnerschaft lebte und überfordert war von der Situation. Zudem fehlte ihr der Anschluss an ein Netzwerk mit echten Christen. Wir beteten für sie und luden sie in die Versammlung der Heiligen ein…

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