Stiftshütte in Hunzenschwil und Gottes Tempel

Im Alten Testament lesen wir, dass Gott die Hebräer erwählt hat. Durch dieses unscheinbare Volk offenbarte sich der Schöpfer des Universums der Menschheit. Nach der Befreiung aus Ägypten wanderten die gesegneten Flüchtlinge durch die Wüste ins gelobte Land. Während dieser Reise erhielt Mose auf dem Sinai die beiden Steintafeln mit dem Gesetz und eine Anleitung für den Bau der Stiftshütte. Das Zelt der Begegnung symbolisiert die Beziehung zwischen Himmel und Erde. Die Gestaltung mit drei Bereichen (Vorhof bis Heiligtum) und die Materialien weisen auf die Versöhnung hin. Der Mensch muss gereinigt werden von der Sünde, damit die Gemeinschaft mit dem HERRN möglich wird.

Später baute Salomo den Tempel in Jerusalem, der ein prophetisches Bild auf den Rettungsplan von Golgota ist. Israel ist Dreh- und Angelpunkt der Historie. Jesus Christus wuchs in einem jüdischen Umfeld auf und opferte sich für unseren Schuldenberg. Nur das Blut von Gottes Lamm reicht aus, um die «offenen» Rechnungen jeder Nation zu begleichen.

In der persönlichen Freundschaft mit dem Messias wirst du den Sinn des Lebens finden. Ich möchte dich ermutigen, die Wahrheit zu suchen und deine Selbstgerechtigkeit loszulassen. Der Heiland will dir liebevoll begegnen und eine hoffnungsvolle Perspektive für die Zukunft schenken. In der Bibel lesen wir bei Jeremia 29 eine wunderbare Verheissung, die für jeden von uns Gültigkeit hat – siehe Verse 12 bis 13:

«Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet…»

Kehre um zu Gott und ergreife die erstaunliche Gnade vom Kreuz. Stoppe deinen Egotrip auf der Autobahn in die Hölle und bereue dein Fehlverhalten. Seit der Rebellion im Garten Eden leiden wir unter der Sklaverei des Teufels. Adam und Eva wollten selber definieren, was Gut und was Böse ist. Das schreckliche Ergebnis kannst du überall beobachten.

Wir ermorden Ungeborene, konsumieren Drogen, betrügen das Finanzamt, hassen Ausländer, verfluchen Politiker, beneiden die Nachbarn, praktizieren Esoterik, belügen Kunden, stehlen Daten, schauen Pornografie, verachten die Eltern, manipulieren Geschlechter, brechen die Ehe, feiern Idole, schlagen Frauen, betreiben Körperkulte, sind stolz und geldgierig. Die Liste der moralischen Verfehlungen scheint endlos.

Eigentlich haben wir die Todesstrafe verdient und müssten nach dem finalen Gericht in den See aus Feuer geworfen werden. Nun hast du die Gelegenheit, dieses Urteil abzuwenden und dem Erlösungswerk des Heilands zu vertrauen. Die ultimative Vergebung erhalten diejenigen, welche ihre Verhaltensmuster bereuen und Jesus Christus folgen. Bekenne deine Sünden und beerdige im Wasser der Taufe deine toxische Vergangenheit – siehe Apostelgeschichte 2, Vers 38:

«Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Busse, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.»

Nachdem du mit dem Heiligen Geist erfüllt worden bist, hast du eine saubere Identität als Himmelsbürger erhalten. Bei dieser Neugeburt handelt es sich um einen Wechsel der Herrschaft, die hier beginnt und in Ewigkeit dauert. Ein Nachfolger von Jesus wird vom Reich der Finsternis ins Königreich des Lichts versetzt. Keine Religion, Ideologie oder Philosophie bewirkt diese herrliche Transformation. Christen sind auserwählt, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen und das Böse mit Gutem zu überwinden.

Am Donnerstag (10.11.2022) besuchten wir eine originelle Ausstellung im Kanton Aargau. Neben dem Bahnhof von Hunzenschwil befindet sich eine moderne Lagerhalle, in der die Stiftshütte und der Tempel im Fokus stehen. Auf der offiziellen Webseite des Projekts «Gott begegnen» sind die Öffnungszeiten und weitere Informationen über den Event vermerkt, der bis am 20. November läuft. Als spannende Angelegenheit entpuppen sich die Führungen von Roger Liebi, der früher als Dozent die Archäologie aus dem Nahen Osten lehrte und heute Referate über die Heilige Schrift hält.

Der sechsfache Vater erklärt die biblischen Bauwerke und erwähnt die verblüffenden Zusammenhänge mit dem Evangelium. So ist der siebenarmige Leuchter (Menora) im Heiligtum ein Hinweis auf den Messias und präsentiert Jesus als Licht der Welt. Die Bundeslade im Allerheiligsten mit den zwei Engeln (Cherubim) auf dem Deckel beinhaltet zahlreiche Geheimnisse. Der Stab Aarons, die zehn Gebote und das Himmelsbrot (Manna) spielen eine Rolle im Abenteuer mit Gott. Halleluja!

Das vielfältige Programm ist für jede Alterskategorie geeignet. Insbesondere Schulklassen und Studenten von Universitäten sollten sich die Exponate anschauen. Auf Kinder warten kreative Stationen zum Erforschen und Werken. So darf man eine Mini-Variante des Waschbeckens aus Messing herstellen, dass zwischen dem Altar für die Brandopfer und dem Heiligtum stand. Webstühle und Brenngeräte stehen zur Verfügung, um Tücher anzufertigen oder Zedernholz zu beschriften. Auch Schafe, die damals als Schlachttiere fungierten, lassen sich mit Zutaten wie Wolle basteln. Ausserdem werden Besichtigungstouren für das jüngere Publikum angeboten, in denen unter anderem die drei Schichten vom Dach der Stiftshütte mit Hilfsmitteln aufgezeigt werden.

Übrigens, ein Teil der detailgetreuen Modelle vom Tempel und der Stiftshütte stammen von Matthias Hampel. Es handelt sich um den Kurator des Bildungs- und Begegnungszentrums für jüdisch-christliche Geschichte und Kultur in Deutschland. Vor der Cafeteria gibt es eine Installation mit einer dreidimensionalen Simulation. Eine ausgeklügelte Software versucht den «endzeitlichen» Tempel aus dem Buch Hesekiel (siehe Kapitel 40 bis 48) digital darzustellen. Das Spektakel kann mit einer stereoskopischen Brille angeschaut werden. Beim Eingang sorgt ein Marktstand mit Kalendern, Postern, Traktaten und Büchern für Aufsehen. Natürlich gilt die Devise, prüft alles und behaltet das Gute.

Im ersten Brief an die Korinther teilt Apostel Paulus im Kapitel 3 eine superstarke Erkenntnis, welche die Nachfolger von Jesus als «Tempel Gottes» identifiziert. Gemeint sind Menschen, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und die Richtlinien aus dem Königreich des Lichts auf dem Herzen tragen – siehe Verse 16 bis 17:

«Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.»

Was ist das Fazit? Es braucht keine speziellen Gebäude oder Bühnen für die Begegnung mit dem HERRN. Vielmehr fungieren die Gläubigen als lebendiges Opfer und die Gemeinde als Familie. Geheiligt durch das kostbare Blut von Jesus ist der gesamte Alltag eines Christen ein kraftvoller Gottesdienst. Der priesterliche Lebensstil eines Gläubigen ist mit übernatürlichen Gaben (siehe 1. Korinther 12) und Eigenschaften (siehe Galater 5) angereichert.

Dein Lobpreis soll nicht nur aus frommen Liedern bestehen, sondern sich im Gehorsam gegenüber dem Heiland manifestieren. Dementsprechend ist die Kommunikation im Heiligen Geist die Grundlage für eine fruchtbare Kooperation mit dem Himmel. Im zweiten Brief an die Korinther findest du bei Kapitel 6 eine Beschreibung des Verhaltens von einem geheiligten Christen – siehe Verse 14 bis 18:

«Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der HERR, der Allmächtige.»

Ein Nachfolger von Jesus meidet Dinge und Orte, welche Satans Handschrift tragen. Das können fragwürdige Filme, Spiele, Bücher, Musik oder auch politische Kampagnen sein. Anstatt für CO2, BLM und LGBT engagieren sich Gläubige gegen Abtreibung, Homoehe und Marihuana. Christen gehen nicht in Nachtklubs, Kasinos oder Bordelle und beteiligen sich weder an ausschweifenden Partys noch an zweifelhaften Geschäftsmodellen. Die Jünger des Heilands vereinen sich nicht mit Personen, welche die Sünde vergöttern und sind keine Fans der Welt. Wenn du ein Tempel des Heiligen Geistes bist, dann hast du den Schweinestall der Perversionen verlassen.

Lasse den HERRN an deinem Charakter arbeiten und lerne vom König der Könige. Die Jünger des Heilands haben das Privileg, Salz und Licht in einem geschmacklosen und finsteren Umfeld zu sein. Verkünde die beste Botschaft aller Zeiten und erledige die Aufträge, welche Gott für dich vorbereitet hat…

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